In der ersten Dezemberhälfte 2007 fragte forsa im Auftrag des Humanistischen Verband Deutschlands (HVD) in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage: "Die Menschen prägen unterschiedliche Lebensmodelle und -auffassungen. In wieweit trifft die folge Lebensauffassung auf Sie persönlich zu: 'Ich führe ein eigenes, selbstbestimmtes Leben frei von Religion und den Glauben an einen Gott, das auf ethischen und moralischen Grundüberzeugungen beruht. Trifft diese Lebensauffassung auf Sie persönlich voll und ganz, überwiegend, eher nicht oder überhaupt nicht zu?"
Humanisten nach Religionszugehörigkeit
Diese Lebensauffassung – insbesondere das "frei von Religion und den Glauben an einen Gott" – kann ein gläubiger Christ (eigentlich) nicht für sich als zutreffend bezeichnen . Dennoch sind von den 56 % der Befragten, die dieser Lebensauffassung "voll und ganz" bzw . "überwiegend" als persönlicher Lebensauffassung zustimmen, dann wiederum 24 % Katholiken, 34 % Evangelische und 42 % Konfessionsfreie.
In genauerer Unterteilung sind von den (21 %) der "Hardcore-Humanisten", also denjenigen, die dieser Lebensauffassung "voll und ganz zustimmen" mehr als die Hälfte (56 %) Konfessionsfreie, 24 % sind Evangelische und 19 % Katholiken.
Von den sich selbst als "überwiegend" humanistisch Einstufenden sind 34 % Konfessionsfreie, 40 % Evangelische und 28 % Katholiken.
Von denjenigen, die sagen, dass sie persönlich "eher nicht Humanisten seien, sind 16 % Konfessionsfreie, 44 % Evangelisch und 40 % Katholiken.
Von denjenigen, die man implizit als die 'Gottesgläubigen' bezeichnen könnte – also diejenigen die eine humanistische Lebensauffassung als "übernicht zutreffend" bezeicheneten – sind 47 % Katholiken, 40 % Evangelische und 12 Konfessionsfreie.
Diese Verteilungen zeigen wiederum, dass die einfachen Zuordnungen von Kirchenmitgliedern = Christen und Konfessionsfreie = Humanisten, so nicht real ist.