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06. Juni 2008

Humanistische Lebenskunde oder Religionsunterricht?

Der Humanistische Verband Deutschlands, dessen Landesverband Berlin seit Jahren den freiwilligen Weltanschauungsunterricht der Humanistischen Lebenskunde anbietet - mit jährlich steigenden Teilnehmerzahlen -, wollte wissen, wie erfolgreich sich die Einführung der Humanistischen Lebenskunde in anderen Bundesländern darstellen würde.

In einer aktuellen Repräsentativbefragung befürworten 61 % der Befragten die Einführung der Humanistischen Lebenskunde als nicht-religiöses Schulfach, bei Wahlfreiheit zwischen Lebenskunde und Religionsunterricht, in allen Bundesländern. In keiner der Merkmalsgruppen (Alter, Konfession, Parteipräferenz, etc.) ist diese Zustimmung geringer als 50 %.

In der "Nagelprobe", ob sie denn auch ihre Kinder eher in einen  Lebenskundeunterricht oder eher in einen Religionsunterricht schicken würden, sind es 37 % der Befragten, die die Kinder eher in den Lebenskundeunterricht schicken würden. Das sind mehr, als es Konfessionsfreie in Deutschland gibt.

Es zeigt sich wiederum, dass die formalen Konfessionszugehörigkeiten zu eindimensional sind, da rund ein Fünftel der christlichen Kirchenmitglieder den nicht-religiösen Lebenskundeunterricht bevorzugen, während ebenso etwa ein Fünftel der formal Konfessionsfreien den Religionsunterricht für ihre Kinder bevorzugen würden.

 

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