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21. August 2007

"Moral und Mord im Namen Gottes?"

Unter diesem Titel fasst der Psychiater und Neurologe Manfred Spitzer eine ganze Reihe von Untersuchungen zusammen, die überprüfen, ob ein Zusammenhang zwischen Moral und Religiosität besteht. Hypothese ist das Selbstverständnis: Religiöse Menschen sind "moralischer" – im Sinne von Wahrheit, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft.

In verschiedenen Versuchsanordnungen zeigt sich ein solcher Zusammenhang nicht. Sich selbst als religiös Verstehende, sind keineswegs hilfsbereiter, spendenfreudiger oder der Wahrheit beflissener als Nicht-Religiöse.

Verschiedene Studien stellten fest:

  • Starke Religiosität führt, wenn überhaupt, zu mehr Intoleranz.
  • Wer an Gott glaubt, wird stärker gewalttätig, wenn er zuvor liest, dass Gott die Gewalt sanktioniert hat.
  • Männer, die deutlich gewalttätiger sind als Frauen, sind zudem empfänglicher für die aggressionsfördernden Auswirkungen religiöser Texte.

Die einzige gemeinsame Basis für eine verbindliche "Weltkultur" liegt daher in der Wissenschaft.

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