Insgesamt 21 % der befragten Bundesbürger ab 18 Jahren erklärten im Dezember 2007, dass sie persönlich "voll und ganz" mit den humanistischen Lebensprinzipien übereinstimmten. ("Ich führe ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben, frei von Religion und den Glauben an einen Gott, das auf ethischen und moralischen Grundsätzen beruht.") Weitere 35 % der Befragten meinten, das sie sich überwiegend damit identifizieren würden. Fasst man diese beiden Gruppen als "insgesamt positive Übereinstimmung" (zwischen Humanismus und persönlicher Lebenseinstellung), so sind das 56 % der Befragten.
In einer Auswertung zu "Selbstbestimmtes Leben ohne Religion und Glaube an Gott? Nach Bundesländern" zeigen sich dabei in den Bundesländern deutliche Unterschiede.
Insgesamt könnte man vereinfachend sagen, dass die Diasporalinie, d. h. die Trennlinie zwischen den Gebieten in denen die Katholiken in der Mehrheit bzw. in der Minderheit sind, die Verteilungen am besten erklärt.
Im Nordosten (Schwerpunkt: Mecklenburg-Vorpommern) sind die Humanisten in der deutlichen Mehrheit, im Südwesten (Schwerpunkt: Rheinland-Pfalz) dominieren die Religiösen. Kernländer der Religiösen sind dabei Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz (und vermutlich das Saarland, das aufgrund der geringer Zahl der Befragten im Sample nicht ausgewertet wurde). Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen sind nicht so eindeutig überwiegend religiös.