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28. Juni 2007

Wie möchten die Deutschen bestattet werden?

Im Spätsommer 2005 fragte das EMNID-Institut – im Auftrag des evangelischen Magazins Chrismon – mit einer Listenvorlage nach den "Wünschen für die eigene Bestattung".  

Geht man davon aus, dass die Beerdigung im Sarg auf einem Friedhof (31 %) und die Feuerbestattung mit der Asche in einem namentlichen Grab (15 %) die traditionellen Formen der Bestattungen sind, so stellen sie jedoch bereits weniger als die Hälfte der Bestattungswünsche.  Gerade im Bereich der Urnen zeigt sich ein großer Anteil der anonymen Bestattung – sei es im anonymen Urnengrab (9 %), oder dass die Asche, falls möglich, in der Natur verstreut wird (9 %) oder in der Seebestattung (5 %).

Es sind Hinweise, dass sich sowohl die traditionelle (eher christliche) Form der Sarg- und Erdbestattung, wie auch die (eher in der Freidenkerbewegung) bevorzugte Form der namentlichen Urnenbestattung sich gegen die stärkere Bevorzugung der Anonymität nicht behaupten können.

Ob diese stärkere Anonymität jedoch ein Ausdruck der sozialen Isolation ist (es kümmert sich sowieso niemand um mein Grab) oder eher ein säkulares Denken bedeutet (Mit dem Tod ist Schluss. Danach kommt nichts mehr), das wäre noch zu klären.

 

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